Und doch war Jesus ein Revolutionär ! Er predigte gegen die vertraditionalierten
religiösen Formen seines Volkes. Er predigte, daß es zu einer
Revolution des Herzens kommen müsse. Es reicht nicht aus, sich auf
die Tradition zu berufen, in der man aufgewachsen ist. Das führt noch
nicht zu einem lebendigen Glauben an Gott.
Es hat noch nichts mit Glauben zu tun, wenn man sich
Es wird überhaupt deutlich, daß Jesus nicht gerade sehr pazifistisch mit den religiösen Praktiken seiner Zeitgenossen umging. Wenn es um die Ehre Gottes ging, konnte man bei ihm durchaus einen "heiligen Zorn" erleben. So warf er die Verkaufsstände um, die vor dem Tempel standen und warf den Händlern vor, den Tempel zu einer Räuberhöhle zu machen.
Aber er versprach denen, die an ihn glauben, einen Frieden, den er als
seinen Frieden bezeichnete. Dieser Friede war der Friede mit Gott (Lk12,51;
Rö 5,1). Der Mensch steht in Rebellion zu Gott,
solange er gegen den Willen Gottes handelt. Jesus aber verspricht denen,
die sich ihm anvertrauen, ewigen Frieden mit Gott.
Aus diesem Frieden ergibt sich, daß der Mensch auch mit den anderen
Menschen Frieden halten soll. ("Haltet Frieden mit jedermann, soviel
an Euch liegt")
Jesus wußte sehr wohl, was Sache ist. Gerade, als man ihn zum
König machen wollte, lehnte er ab. Auch in anderen Stellen bezog
er sich auf die Autorität des himmlischen Vaters.
Er selber war es auch, der voraussagte, was ihm wiederfahren wird.
Die Jünger wollten in ihm eher einen Triumphator als einen gekreuzigten
Messias sehen.
Wer hätte auch was davon gehabt, ihn so zu vermarkten ?
Die Jünger scheuten sich nach seinem Tod zunächst, sich zu ihm zu bekennen. Sie fürchteten sich vor den Menschen, die ihren Meister umgebracht haben. Sie waren verzweifelt.
Für die Jünger brachte es nichts als Schwierigkeiten ein, sich zu diesem Jesus zu stellen und ihn zu verkündigen. Nachdem sie den Heiligen Geist und mit ihm auch den Mut zum Bekenntnis bekommen haben, bezeugten sie ihren Glauben, aber schon kurz darauf wurden sie in Gefängnisse geworfen, geschlagen, manche sogar getötet. Man versuchte durch extremen Druck die Menschen wieder von ihrem Glauben abzubringen.
Wäre alles nur Idee gewesen, hätten sie schnell wieder einen Rückzieher machen können.
Außerdem paßt die Vermarktung nicht mit dem moralischen Anspruch einer ungeheuchelten, nicht auf Äußerlichkeiten basierenden, lebendigen Beziehung zu Gott zusammen. Eine Vermarktung einer "unwissenden" Person würde ja gerade dazu führen.
Der Mißbrauch der Religion für persönliche Zwecke wird ja geradezu von Jesus und den Aposteln abgelehnt.
Hebräerbrief, Kap 1,1 - 2,9:
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den
Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen
zu uns geredet durch den Sohn,
welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch
die Weltzeiten gemacht hat;
welcher, da er die Ausstrahlung seiner
Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens ist und alle Dinge trägt
mit dem Wort seiner Kraft, und nachdem er die Reinigung unserer Sünden
durch sich selbst vollbracht, sich zur Rechten der Majestät in der
Höhe gesetzt hat
und um so viel mächtiger geworden
ist als die Engel, als der Name, den er ererbt hat, ihn vor ihnen auszeichnet.
Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: «Du
bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt»? Und wiederum: «Ich
werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein»?
Und wie er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt,
spricht er: «Und es sollen ihn alle Engel Gottes
anbeten!»
Von den Engeln zwar heißt es: «Er
macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen»;
aber von dem Sohn: «Dein Thron, o Gott,
währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein
gerades Zepter; du hast Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit gehaßt,
darum hat dich, Gott, dein Gott mit Freudenöl gesalbt, mehr als deine
Genossen!»
Und: «Du, Herr, hast im Anfang die Erde
gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden
vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Kleid,
und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen,
und sie sollen verwandelt werden. Du aber bleibst, der du bist, und deine
Jahre nehmen kein Ende.»
Zu welchem von den Engeln aber hat er jemals
gesagt: «Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege
als Schemel deiner Füße»?
Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienste
um derer willen, welche das Heil ererben sollen?
Darum sollen wir desto mehr auf das achten, was wir gehört
haben, damit wir nicht etwa daran vorbeigleiten.
Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort
zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den
gerechten Lohn empfing, wie wollen wir entfliehen, wenn wir ein so großes
Heil versäumen, welches zuerst durch den Herrn gepredigt wurde und
dann von denen, die ihn gehört hatten, uns bestätigt worden ist?
Und Gott gab sein Zeugnis dazu mit Zeichen und Wundern und mancherlei
Kraftwirkungen und Austeilungen des heiligen Geistes nach seinem Willen.
Denn nicht Engeln hat er die zukünftige
Welt, von der wir reden, unterstellt.
Es bezeugt aber einer irgendwo und spricht: «Was
ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, daß
du zu ihm siehst? Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel,
mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt; alles hast du unter
seine Füße getan.»
Indem er ihm aber alles unterwarf, ließ
er ihm nichts ununterworfen; jetzt aber sehen wir, daß ihm noch nicht
alles unterworfen ist; den aber, der ein wenig unter die Engel erniedrigt
worden ist, Jesus, sehen wir wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und
Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jedermann den Tod
schmeckte.
Aber Jesus war auch ein Prophet. In 5.Mo 18,15 heißt es:
"Einen Propheten wie mich (Mose) wird dir der HERR, dein Gott, erwecken
aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf den sollst du hören!"
Jesus war eindeutig die Erfüllung dieses Wortes. Aber er
war mehr als ein Prophet. Er gab nicht einfach Gottes Wort weiter, vielmehr
war er Gottes Wort in Person, das Fleisch
(Mensch) geworden ist. (s. Johannesevangelium 1,1-14)
Gehörte Jesus womöglich auch zu solchen ?
Wer diese Worte hört, ist erst mal herausgefordert.
Jesus fordert den Menschen heraus:
Deine religiösen Bemühungen helfen Dir nichts. Du kannst
dich noch so sehr abstrampeln, es macht dich deshalb nicht besser vor Gott.
DU MUSST EIN NEUER MENSCH WERDEN !
Aber welcher Philosoph, welcher Religionsstifter, welcher religiöse
Führer hat es jemals geschafft und beansprucht, aus uns einen neuen
Menschen zu schaffen ?
Vielleicht geben sie gute Ratschläge oder Tips, wie das möglich
ist. Aber selber können sie das nicht.
Jesus aber bietet uns an:
Ich kann dich neu machen !
Wenn nur Jesus uns neu machen kann, dann gibt es nur eine Möglichkeit:
Zu Jesus zu kommen und ihn zu bitten, daß er unser Leben neu macht.
Egal was wir vorher sind, Jesus kann aus jedem einen neuen Menschen
machen (ohne daß er seine Persönlicheit verliert) - aus jedem,
der zu ihm kommt und der sein Leben ihm anvertraut.
Kommet her zu mir ! ruft er und wer seinem Ruf folgt, wird erfahren,
daß es stimmt.
Alles andere ist nur ein ständiges Sich-Vormachen, daß man
doch irgendwie besser werden kann und man muß immer wieder die traurige
Erfahrung machen, daß man doch nicht besser wird.
Wenn Sie mehr über Jesus erfahren wollen, was er über sich
gesagt hat, dann kehren Sie bitte auf die vorherige
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Apg 1,6:
Sie nun, als sie zusammengekommen
waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel
das Reich wieder her?
Mk 2,5-12:
Als aber Jesus ihren Glauben sah,
sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Es saßen aber dort etliche
von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren Herzen:
Was redet dieser so? Er lästert!
Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?
Und alsbald merkte Jesus kraft
seines Geistes, daß sie so bei sich dachten, und sprach zu ihnen:
Warum denkt ihr solches in euren Herzen?
Was ist leichter, zu dem Gelähmten
zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben? - oder zu sagen: Steh auf,
nimm dein Bett und wandle?
Damit ihr aber wisset, daß
des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben, - sprach
er zu dem Gelähmten:
Ich sage dir, stehe auf, nimm dein
Bett und gehe heim!
Und er stand auf, nahm alsbald
sein Bett und ging vor aller Augen hinaus; so daß sie alle erstaunten,
Gott priesen und sprachen: Solches haben wir noch nie gesehen!
Mth
10,34-39:
Ihr sollt nicht wähnen, daß
ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen,
Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Denn ich bin gekommen, den Menschen
zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die
Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
und des Menschen Feinde werden
seine eigenen Hausgenossen sein.
Wer Vater oder Mutter mehr liebt
als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt
als mich, der ist meiner nicht wert.
Und wer nicht sein Kreuz nimmt
und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.
Wer sein Leben findet, der wird
es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es
finden.
Lk12,51:
Meinet ihr, daß ich gekommen
sei, Frieden zu spenden auf Erden? Nein, ich sage euch, sondern eher Zwietracht.
Rö5,1:
Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt
sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus,