Plötzlich kommt ein Mann mit einer Schubkarre. Er fährt auf dem Seil auf und ab. Er springt in die Luft
Die Menge ist begeistert. Dann fragt er in die Runde:
"Glaubt Ihr, daß ich auch Steine über die Schlucht fahren kann ?"
"Jaaaaaaaaaa" schreit die Menge ihm einstimmig zu.
Er nimmt ein duzend schwere Steine, läd sie auf den Schubkarren und fährt damit auf dem Seil über die Schlucht und wieder zurück.
die Menge ist begeistert und jubelt !
"Glaubt Ihr, daß ich auch einen Menschen über die Schlucht fahren kann ?"
"Jaaaaa, natürlich kannst Du das !" rief wieder die Menge.
Daraufhin wendet sich der Künstler an einen Zuschauer: "Dann steig ein." - Der schüttelt den Kopf und dreht sich weg - "Dann Du !" - ein anderer auch - "Du !" "Du !" " Du !" - alle, die er ansieht, gehen einen Schritt zurück.
Sie glauben alle, daß er es könne, aber glauben sie es wirklich ?
Nur der, der wirklich in die Schubkarre einsteigt, hat echten Glauben !
Glaube in der Bibel ohne praktische Konsequenzen ist tot und nutzlos. Lebendiger Glaube vertraut wirklich und wagt etwas.
Rein theoretischer Glaube ist bedeutungslos. Echter Glaube hingegen
hat nur dort einen Sinn, wo wirklich der Realität geglaubt wird. Ein
Trugschluß kann tödlich sein.
"Herr, zu wem sollten wir gehen ? Du hast Worte ewigen Lebens;
und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist."
Erkennen und Glauben gehört in der Bibel untrennbar zusammen.
Wer glaubt, der hat auch erkannt. Wer erkennt, wer Jesus ist, der wird
ihm auch ganz konkret vertrauen und sein Leben auf ihn aufbauen.
Das ist wahrer Glaube ! Der weiß, was Sache ist und daraus echte Konsequenzen zieht.
Glaube ist Beziehung.
Daher ist Glaube nicht nur ein Denken oder ein annehmen von Vorstellungen.
Es ist ein konkretes Leben mit Gott.
Von Moses heißt es einmal in der Bibel, daß sie lebten,
als sähen sie den Unsichtbaren (Hebr. 11,27)
Was ist die Gefahr des Glaubens ? Es wird dann gefährlich, wenn
man den Verstand nicht mehr gebrauchen darf.
"Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen
Seele, deinem ganzen Verstand und ddeiiner ganzen Kraft!" - So
lautet das erste Gebot. Wenn wir den Verstand nicht einschalten, können
wir Gott damit auch nicht lieben. Gott hat uns den Verstand gegeben, damit
wir ihn einsetzen.
Religion ist Opium, weil der Mensch durch äußere Riten und Handlungen nicht merkt, wie weit er eigentlich von Gott weg ist. Äußerliche Dinge treten in den Vordergrund und verhindern so eine echte persönliche Beziehung zu Gott.
Der Mensch, der sich mit wenigen religiösen Riten zufrieden gibt, sucht nicht mehr nach Gott, obwohl er ihn noch gar nicht gefunden hat.
Jesus nannte die religiösen Leute seiner Zeit "blinde Blindenleiter", weil sie den Menschen vorgaben, wie sie Gott verehren sollten, ohne ihn selber wirklich zu kennen. Genau aus diesem Grund legte er sich auch so oft mit ihnen an.
Denn es geht nicht darum, die Wahrheit zu suchen, sondern sie zu finden und daran zu glauben.
Nicht was ich glaube ist wahr, sondern ich will an das glauben, was wahr ist ! Das ist ein Unterschied !
Wenn ich an der Ampel stehe und es wird grün, vertraue ich darauf, daß für den Querverkehr die Ampel auf rot steht. Ich käme nicht vorwärts, wenn ich ständig damit rechnen müßte, daß auch für die anderen die Ampel auf grün steht. Hier gibt es keine subjektive Sicht.
Entweder hat ein persönlicher Gott diese Welt geschaffen oder nicht. Es ist nicht möglich, daß er nur einen Teil der Welt geschaffen hat für die, die daran glauben. Wenn ich davon ausgehe, daß es keinen persönlichen Schöpfergott gibt, dann ist das auch eine absolute Aussage, aber die Realität, die hinter dem Ganzen steht, ist unabhängig von meinem Glauben.
Ich kann behaupten, daß es für den Menschen nicht möglich ist, die Wahrheit zu erkennen.
Was sagt die Bibel zur Rechtfertigung ?
Es gibt keinen Menschen, der so gerecht ist, daß er mit seinen
eigenen Werken (Taten) vor Gott bestehen kann.
Alles, was der Mensch tut, reicht nicht aus. Gottes heiliger Anspruch
an den Menschen ist größer.
Was ist die Lösung ?
Hier einige Ansätze, die möglich sind:
Er hat sich folgendes ausgedacht:
Gott bleibt seinem Maßstab treu. "Der Mensch, der sündigt,
der muß sterben."
Es gibt keine Ausnahme. Wir alle stehen unter dem Urteil Gottes, daß
wir Sünder sind. Doch Gott will, daß wir leben und daß
wir ewiges Leben bekommen. (Ewiges Leben bezieht sich in der Bibel nicht
nur auf das Leben nach dem Tod!)
Da nun unsere Schuld gesühnt werden muß, stehen wir in einem
Dilemma, da wir unsere Sünde nicht rückgängig machen können,
aber Gott seinen Prinzipien treu bleibt.
Daher hat Gott uns seinen Sohn Jesus gesandt. Er kam, um unsere Schuld
auf sich zu nehmenund für uns zu sterben.
Nur deshalb haben wir eine Chance. Die Barmherzigkeit und Liebe
Gottes zeigt sich nicht darin, daß Gott unsere Schuld übergeht,
sondern daß er selber dafür gesorgt hat, daß sie gezahlt
wurde !
Da Gott aber dem Menschen den Willen läßt, dies anzunehmen
oder nicht, macht er die Rechtfertigung vom persönlichen Glauben an
seinem sohn abhängig. Jeder, der an ihn glaubt und die erlösung
annimmt, wird gerechtfertigt ud steht nicht mehr als Sünder, sondern
als Heiliger vor Gott. Seine Sünde ist abgewaschen.
Diese Gnade ist nicht billig, denn sie kostete dem Sohn Gottes das Leben und uns kostet sie den Stolz, da nichts mehr übrig bleibt an Werken, deren wir uns rühmen können.